>26. Juli 2011

Lesenswert: brand eins Artikel zu Transparenz

von Clemens Böge

Ein gutes Wort: Transparenz. Wird sie gefordert, gibt es eigentlich kaum jemanden, der widerspricht. Und gefordert wird sie oft, fast reflexartig und vor allem dann, wenn Dinge sehr komplex werden.
Das Juli-Heft von brand eins (jetzt wieder online abrufbar) beschäftigt sich in seinem Schwerpunktteil mit dem Thema Transparenz und in vielen Artikeln schwingt die Frage mit, ob ein Mehr an Informationen in komplexen Situationen tatsächlich hilfreich ist.

Ein spannendes Beispiel ist Norwegen, wo seit langer Zeit Transparenz bzgl. der Steuerdaten herrscht. Einkommen, Vermögen und die gezahlten Steuern aller Bürger sind für jeden einsehbar. Ein nicht unumstrittenes System, zumal die Nutzung und Verbreitung der Informationen im Zuge der Digitalisierung ganz neue Dimensionen angenommen hat. Aber auch ein prägnantes Beispiel für die in Norwegen gelebte Idee einer offenen Gesellschaft, über die zur Zeit im Zusammenhang mit den furchtbaren Morden dort so viel berichtet wird.

Ebenso interessant die Überlegungen eines anderen Artikels zum Thema Gehaltstransparenz. Die zentrale These: In einem idealen Unternehmen eine super Sache – ansonsten sorgt sie hauptsächlich für Ärger. Nachvollziehbar angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, dass der soziale Vergleich mit anderen einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit hat als das eigene Gehalt.

 

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