The Sound of Change

von Clemens Böge

Schlägt man bei den alten Griechen nach, findet man zum Thema Change oder Veränderung, so schöne Sätze wie: „Nichts ist beständiger als der Wandel.“ Heute ist selbst diese Form der Konstanz nicht mehr gegeben: „Change will never be this slow again.“ Auch die Veränderung selbst verändert sich permanent und wird im Zweifelsfall immer noch etwas schneller.

Um so wichtiger ist es, über gute Modelle zu verfügen, mit deren Hilfe soziale Veränderungen beobachtet, erklärt und gestaltet werden können. Fast alle diese Modelle beschreiben Veränderung als einen Prozess, der in verschiedene Phasen zerlegt werden kann – manchmal sind es drei (Kurt Lewin, grob), manchmal fünf (Virginia Satir), manchmal auch acht Phasen (John Kotter). Vielen Modellen ist gemein, dass es erstmal schlimmer werden muss, bevor es besser werden kann.

Aber wie klingt Veränderung?

Ich habe nicht vor, an dieser Stelle ein weiteres Modell vorzuschlagen. Wäre vermessen. Aber als kleine Ergänzung zu bestehenden Konzepten möchte ich die Dynamik eines Veränderungsprozesses einmal musikalisch abbilden. Quasi ein Soundtrack fürs Change Management. Basierend auf meinen persönlichen musikalischen Vorlieben. Also, los geht’s. Soul for Change! (click to listen)

1. „This is our last and only chance“
Curtis Mayfield – Future Shock (Back to the World, 1973)
Die aktuelle Situation ist nicht mehr tragbar, die Zukunftsaussichten sind düster. Es muss sich dringend was ändern.

2. „I wanna see a change right away“
Aretha Franklin – A Change (Aretha Now, 1968)
Wenn der Veränderungsbedarf erst einmal ausgesprochen ist, Vision und Richtung klar sind, braucht es spürbare erste Schritte. Und zwar besser heute als morgen.

3. „It takes a lot of money to make it, let’s talk truthfully“
Isley Brothers – Work To Do (Brother. Brother. Brother, 1972)
Seien wir ehrlich, Veränderung bedeutet eine Menge Arbeit und ohne die nötigen Ressourcen geht’s nicht.Und damit ist nicht nur Geld gemeint, sondern ebenso Zeit, Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

4. „Move on up for a greater day“
Curtis Mayfield – Move On Up“ (Curtis, 1970)
Es geht bergauf! (Fast) alle spüren es. Die Energie ist wieder da. Es gibt zwar immer noch hier und da Widerstand, aber die Befürworter, die Missionare und Umsetzer der Veränderung setzen sich mehr und mehr durch.

5. „And I know it’s gonna be a lovely day“
Bill Withers – Lovely Day (Menagerie, 1977)
Das Neue ist da, der Turnaround ist geglückt, alles Friede, Freude Eierkuchen. Aber keine Angst, der nächste „Future Shock“ kommt bestimmt. Und dann geht’s wieder von vorne los.

Allen Veränderern und Change Managern viel Erfolg bei der Arbeit. Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare zu Eurem Sound of Change.

 

4 Kommentare zu “The Sound of Change”

  1. Februar 09, 2013 at 9:28 pm, Andi Rath said:

    gut quergedacht, lieber clemens!
    mir fallen noch ein:
    Krise: „… I don’t know where I am going, but I’m on my way“[Simon&Garfunkel]
    Visionen: „I had a dream“ [Joss Stone]
    Change: „Trust in me“ [Etta James]
    Change-Abschluss: „It’s allright“ [Etta James]
    Abschlussfeier: „We are the Champions“ [Queen]

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    • Februar 10, 2013 at 12:57 pm, Clemens Böge said:

      Hi Andi,

      das Zitat von S&G gefällt mir sehr gut. Ergänzend dazu vielleicht noch: „Make the road by walking“ (The Menahan Street Band).

      Queen würde ich mich echt nicht trauen 😉

      LGCB

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  2. Oktober 27, 2013 at 9:47 am, René Merten said:

    „…Time may change me – But you can’t trace time!…“

    Für alle David Bowie Fans! (ch-ch-ch-ch-changes) :-))

    http://www.youtube.com/watch?v=xMQ0Ryy01yE

    LG René

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    • Oktober 27, 2013 at 1:17 pm, Clemens Böge said:

      Bin kein ausgewiesener Bowie-Fan, aber der Song ist natürlich erstens klasse und zweitens passend.
      Danke, René

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